hintere Sitze

Wenn so vieles neu gemacht ist, dann wollen die alten Sitze nicht so recht gefallen. Deshalb habe ich auch diese neu gemacht.

Für die beiden Sitzflächen links und rechts neben der Motorabdeckung der Bayliner 1952 CC habe ich zunächst die beiden Holzplatten zugeschnitten. Dazu kam eine originale alte Platte zwischen zwei neue Platten, so dass ich mich mit der Stichsäge schön am Rand orientieren konnte. Die Holzplatten haben ein paar Löcher bekommen, damit a) Feuchtigkeit raus kann und b) später beim Draufsetzen die Luft entweichen kann und der Bezug nicht wie ein Luftballon platzt.

Anschließend noch zwei Schaumstoffplatten mit Sprühkleber darauf geklebt, aus Boots-Kunstleder passende Bezüge genäht und drumrum getackert. Zwei Teppichstreifen noch am Rand und fertig sind die Sitzflächen.

Motorabdeckung

Die Motorabdeckung in der Mitte, die mit den beiden Sitzen eine Sonnenliege bilden kann, war wesentlich aufwendiger.

Da das alte (mit Polyesterharz beschichtete) Holz ziemlich fertig war, habe ich dieses Teil komplett neu aufgebaut. Das einzige, was weiter Verwendung fand, waren die beiden Plastik-Rundecken. Ich habe die Motorabdeckung ca. 2cm höher gemacht als das Original. Bei dem war nämlich innen die Deckelplatte noch extra ausgespart, um dem Luftfilter Platz zu verschaffen.

Die drei Seitenwände, die mit diesen Rundecken verschraubt sind, habe ich mit Epoxydharz an den U-förmigen Deckel angeklebt.

Mit Epoxydharz, das mit Microballs zu spachtelfähiger Masse eingedickt ist, habe ich die Hohlkehle verfüllt. Darauf habe ich einen Streifen Glasfasermatte laminiert, darauf wiederum eine etwas grössere Glasgelege-Matte. Alle verbleibenden Holzflächen und Kanten habe ich mit mit Aceton verdünntem Epoxydharz gestrichen und versiegelt.

Während das zwei Tage aushärtete, habe ich die obere Polsterfläche analog zu den Sitzen aufgebaut.

Der Bezug für den unteren Teil der Motorabdeckung war ziemlich kniffelig, da die Motorabdeckung vorne schräg ist und die beiden Rundecken hat. Als wenn das nicht kompliziert genug ist, habe ich zusätzlich noch dunkelblauen Keder (auch Biese genannt) eingenäht.

Das Ergebnis ist zwar nicht in allen Details superperfekt, aber für mein Empfinden auf jeden Fall okay und brauchbar.